Wer will das NICHT?! Einen entspannten Alltag, eine gelungene Work-Life Balance, mit Ruhe und Gelassenheit durch den Tag. Sie arbeiten hart, müssen den täglichen Verpflichtungen innerhalb der Familie und auf der Arbeit nachkommen, hetzen von Termin zu Termin und verbringen eventuell noch viel Zeit im Auto. Als wäre dies nicht alles genug klingelt dann auch noch den ganzen Tag das Handy. Stress entsteht.

Aber was genau ist Stress? Jeder Mensch erlebt und spürt Stress anders. Jeder Körper ist ein bisschen verschieden, jeder hat unterschiedliche „Schwachstellen“ und diese greift der „Stress“ an. Dementsprechend reagieren wir auch alle etwas unterschiedlich auf Stress.

Die Definition von Stress wurde von „Herrn Dr. Hans Seleye“ begründet. Er definiert Stress wie folgt: „Stress, ist die unspezifische Antwort des Körpers auf eine Anforderung“. Bei seiner Definition unterschied Dr. Seleye den Stress noch in zwei Arten. Positiven, den sogenannten „Eustress“ und negativen, den sogenannten „Distress“.

Wir wissen also nun, Stress ist eine Aktivierungsreaktion unseres Körpers auf eine Anforderung. Ob diese Aktivierung positiv (Eustress) oder negativ (Distress) ist, ob sie also gesundheitsförderlich oder gesundheitsschädlich ist, hängt von unserer persönlichen Bewertung der Stressfaktoren ab.

Bei Distress schätzen wir die Situation, Anforderung oder Aufgabe als belastend, gefährlich oder unkontrollierbar ein. Geben wir unserem Körper keine Entwarnung, verharren wir über längere Zeit in Anspannung und die Stresshormone werden nicht abgebaut.

Achterbahnfahren z.B. ist ein sehr starker Stressfaktor für viele Menschen, bei dem viele Stresshormone ausgeschüttet werden. Entscheidend dafür, ob die Achterbahnfahrt für uns ein Eustress oder ein Distress ist, ist unsere Bewertung. Wenn wir die Achterbahnfahrt als Nervenkitzel sehen und diesen positiv bewerten, voller Vorfreude auf die Fahrt in der Schlange stehen und wir die Fahrt lachend und schreiend genießen und diese positiv bewerten, werden wir positiv stimuliert und es entsteht Eustress.

Hätten wir hingegen Angst vor der Achterbahnfahrt, würden diese als gefährlich bewerten und wir würden diese nur widerwillig mitmachen oder gar gegen unseren Willen, ist die Fahrt eine Belastung und es wäre Distress für uns.

Bei positivem Stress sind meist auch Glückshormone im Spiel, ein gutes Beispiel ist das Verliebt sein. Für unseren Körper ein extremer Stress, das Herz schlägt bis zum Hals, der Puls spielt verrückt, etc.

Aber in der gleichen Zeit werden auch viele Glückshormone ausgeschüttet und deshalb ist Verliebt sein ein Eustress und so schön.

Halten wir kurz fest, ob Stress positiv oder negativ für unseren Organismus ist hängt also von folgenden Faktoren ab:

  • Wie bewerten wir die Stressfaktoren, positiv oder negativ?
  • Fühlen wir uns der Situation gewachsen und sicher, oder fühlen wir uns unsicher und überfordert?
  • Haben wir uns freiwillig in die Situation begeben?

Was hilft nun gegen Stress? Eigentlich ganz einfach, tief durchatmen und erkennen, dass man an der Situation jetzt eh nichts ändern kann. Ganz einfach oder?? Nein, es ist alles andere als ganz einfach.

5 Tipps zu weniger Stress

Hier habe ich fünf nützliche Tipps für Sie, wie Sie Stress abbauen können. Testen Sie welche für Sie passt und wie Sie diese in Ihren Alltag integrieren können.

#1 Plane Zeit für dich selbst

Planen Sie sich in einem festen Tonus Zeit für sich selbst ein, um Ihren Akku zu laden. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, sondern trägt zu Ihrem Wohlbefinden und Ihrer Gesundheit bei. Mit einem Handy ohne Akku können Sie schließlich auch nicht telefonieren.

#2 schalte das Handy aus

Schalten Sie in Ihrer Auszeit bzw. Zeit für sich Ihr Handy aus. Ob es nun 30 Minuten, eine Stunde oder 3 Stunden sind, diese Zeit gehört Ihnen und da möchten Sie bitte nicht gestört werden. Es wird vielen von Ihnen am Anfang sehr schwer fallen, nicht mehr verfügbar zu sein, aber glauben Sie mir, wenn Sie sich daran gewöhnt haben werden Sie es nicht mehr missen wollen.

#3 Meditiere

Meditieren kann sehr gut helfen Stress abzubauen und zur Ruhe zu kommen. Vielleicht besorgen Sie sich eine CD mit einer Meditationsanleitung, eine App, besuchen ein Kurs, o.ä. Sehr vielen Menschen hilft es sehr gut, testen Sie einfach ob es auch etwas für Sie ist.

#4 Sport

Sport ist eine sehr sehr gute Methode um Stresshormone schnell abzubauen und dabei noch etwas für seine Gesundheit zu tun. In vielerlei Hinsicht ist Sport gut, gerade auch im Bereich der Psyche werden immer mehr Felder entdeckt auf welche sich Sport positiv auswirkt. Also, suchen Sie sich eine Sportart bei der Sie ins Schwitzen kommen. Joggen, Radfahren, Squash, Badminton, Fitness, etc.

#5 Reflektiere dich

Lernen Sie zu erkennen, welche Situationen Ihnen Stress bereiten und wie Sie bislang in diesen Situationen reagiert haben. Versuchen Sie neue Ideen oder Denkmuster in Suggestion durchzuspielen um beim nächsten Mal gelassener zu sein.

Dies sind lediglich 5 Tipps und es gibt noch viele weitere Möglichkeiten um Stress abzubauen. Testen Sie die 5 Möglichkeiten, suchen Sie sich ggf. weitere, kombinieren Sie diese, bis Sie ihr eigenes kleines Paket an „Stresskillern“ haben. Es wird funktionieren und Sie werden deutlich entspannter durch den Tag gehen.

Gutes Gelingen,

Pierre Alexander Hilbig