Kommen wir zum vierten Punkt aus dem Beitrag „5 Tipps zu weniger Stress“, dem Sport.

Ob Du nun durch ein Coaching darauf gekommen bist etwas gegen Deinen Stress zu tun, durch eigene internet Recherche, Selbstreflexion oder einen anderen Trigger. Fazit ist, Du bist hier weil Du dich über Maßnahmen gegen Stress informieren möchtest.

Nach einem anstrengenden und stressigen Tag den Abend entspannt auf der Couch verbringen oder doch noch aufraffen und den Kopf beim Sport frei pusten? Ich sage Dir, warum es sich für Dich lohnt, Deine Sportsachen gegen Dein Sofa einzutauschen.

Ständig sind wir unter Strom. Mit Vollgas eilen wir von einem Termin zum nächsten. Mit den Kollegen und Freunden mithalten, sich um die Familie kümmern und auch noch etwas für das eigene Wohlbefinden tun. Der Anspruch, welcher von uns selbst und anderen an uns gestellt wird steigt permanent. „Schneller, Besser, Weiter“! – so lautet die Devise!

Wie wirkt Stress?

Was genau Stress ist, habe ich Dir bereits in dem Beitrag „5 Tipps zu weniger Stress“ erklärt. Wie wirkt der Stress nun? Sobald unser Körper in eine Stressreaktion kommt, schüttet er binnen weniger Sekunden die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol aus.

Der Puls steigt, die Muskulatur spannt sich an und die Atmung wird schneller. Unser Herz-Kreislaufsystem läuft auf Hochtouren. Der Körper ist bei Stress in Alarmbereitschaft und bereit alles zu geben. Evolutionsbedingt war es für unsere Vorfahren überlebenswichtig in Gefahrensituationen und Herausforderungen mit Flucht oder Kampf zu reagieren. Der Körper setzt also eine enorme Menge Energie frei, welche für eine Aktion genutzt werden sollte.

Kein Kampf keine Flucht

In der heutigen Zeit kommt es selten vor, dass wir uns in einem Kampf auf Leben und Tod wiederfinden oder diesem Kampf durch einen Sprint über eine größere Distanz entgehen müssen. Im Gegenteil. In der Regel ist es so, dass wir die Anspannung, die bereitgestellte Energie und die ausgeschütteten Stresshormone nicht durch Bewegung abbauen, sondern durch mangelnde Bewegung in uns behalten.

Diese konträre Verhaltensweise mündet oftmals in einem klassischen Problem unserer Zeit. Die Anspannung und die Energie können sich nicht adäquat entladen und verharren im System. Der Abbau der ausgeschütteten Stresshormone verschlechtert sich und die Hormone werden nicht ausreichend oder zu langsam abgebaut. Die Folge, wir fühlen uns immer mehr gestresst und unausgeglichen.

Sofa vs. Sport – Das ist der Unterschied

Wenn wir nach einem turbulenten Arbeitstag Entspannung auf der Couch suchen und uns vom Fernseher berieseln lassen, empfindet unser Körper dies zwar ebenfalls als Entlastung und Entspannung, doch der große Unterschied liegt im Abbau der ausgeschütteten Stresshormone.

Im sogenannten „Chill-Modus“ auf der Couch fährt der Körper Atmung, Blutdruck und Herzschlag runter, doch die Muskulatur steht weiter unter Spannung.

Die zuvor ausgeschütteten Stresshormone zirkulieren immer noch in unserem Körper und wollen abgebaut werden. Wir haben quasi eine „Überladung“ im Körper. Erst durch Bewegung fängt unser Körper an Hormone zu produzieren, welche die Stresshormone abbauen.

4 Gründe, warum Sport / Bewegung gegen Stress besser hilft, als dein Sofa

Bewegung baut aufgestaute Anspannung und Energie ab, das wissen wir. Doch warum ist Sport der Erfolgsfaktor Nummer 1 gegen Stress?

Hier einige Beispiele

  1. Ausdauersport macht glücklich und gesund
    Studien belegen, dass Ausdauersportarten mit einer mäßigen Belastung von 30 bis 60 Minuten den stimmungsaufhellenden Botenstoff Endorphin und Serotonin freisetzen. Genau diese Hormone sorgen für das entspannte Gefühl nach einem intensiven Workout. Endorphine machen glücklich und heben die Stimmung. Des Weiteren wurden positive Effekte bei psychischen Erkrankungen wie z.B. Depressionen nachgewiesen. Der Effekt reicht von einer Senkung der Medikation bis hin zum kompletten Verzicht auf Medikamente.
  2. Natürlicher Energie-Booster für mehr Kreativität bei der Arbeit
    Regelmäßige Bewegung regt die Blut- und Sauerstoffversorgung des Gehirns an. Die “geistige Fitness” wird hierdurch gestärkt und es erfrischt die grauen Zellen. Also runter vom Bürostuhl und ab ins Grüne oder ins Fitnessstudio. Ein Spaziergang, ein Lauf, eine Runde mit dem Fahrrad oder Gewichte heben im Gym, alles bringt uns nach vorne.
  3. Sport als Blitzableiter gegen Stress im Alltag
    Egal, ob die Arbeit, der Chef, die Kollegen oder Freunde heute für den Stress gesorgt haben, während des Sports liegt die Konzentration alleine auf der Übung. Durch die Konzentration auf korrekte Übungsausführungen sorgen wir für Ablenkung. Probleme die zuvor als Last empfunden wurden, rücken nach intensiver Belastung in ein neues Licht.
  4. Sport macht stressressistenter
    Regelmäßige Bewegung resultiert in einer höheren Stresstoleranz. Der durch Sport aktivierte Stoffwechsel kann dazu beitragen, auch dauerhaft besser mit Stress umzugehen.

Geeignete Sportarten gegen Stress

Welche Sportart am besten gegen Stress hilft ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Für Dich gilt es herauszufinden, was Dir Freude macht, wofür Du Dich motivieren kannst und wo Du auf lange Sicht am Ball bleibst. Ob Du Laufen gehst, in einen Spinning-Kurs, Krafttraining machst, Badminton, Volleyball oder Fußball spielst, alles was Dich in Bewegung bringt ist gut.

Finde also Deine Sportart und sorge für weniger Stress in deinem Leben.

Worauf wartest Du? Go on – work out!